Niklaus‘ ist ein guter Mann

Oh Nikolaus, oh Nikolaus,

Ich ziehe meine Schuhe aus

Nun sei nicht so gemein

Und tu mir endlich etwas rein

Es darf sehr gerne ein iPhone sein

Meine Schuhe sind geputzt

Nun hoffe ich, das hat was genutzt

Und komm mir bloß nicht nur mit Schokolade

Das wäre wirklich furchtbar schade

Und ich kenne da wahrlich keine Gnade

Denn was fällt dir ein

Das wäre mir viel zu klein

Dein weiter Weg soll sich schließlich für MICH lohnen

Ansonsten kannst du bleiben, wo die Wichtel wohnen

Nun mach mal Hinne….Menschenskinne

Habe schließlich nicht ewig Zeit

Und ich bin es wirklich Leid

Ich will mich auch nicht streiten

Also geh jetzt endlich reiten

Auf deinem Rentier Rudolf oder so

Ich geh derweilen zuvor aufs Klo

Oh Nikolaus, oh Nikolaus

Da geh ich hin

Tag ein, Tag aus

Und komm so schnell nicht wieder raus

Nun sei mein Gast in meinem Haus

Doch zieh dir bloß die Schuhe aus

Nun dank´ich dir, du guter Mann

Auch wenn ich´s mir nicht glauben kann

Ich sage Tschüss, bis nächstes Jahr

Wenn du sie mir wieder machst

Die Wünsche wahr

😉

 

 

Alle Jahre wieder – Besinnlichkeit oder Quälerei?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt sind wir schon wieder mittendrin!

Die schönste Zeit des Jahres hat uns fest im Griff – Weihnachten steht vor der Tür.

Bis vor ein paar Jahren habe ich diesen besonderen Monat Dezember sehr gemocht und mich auf das Schmücken der Wohnung, Basteln der Adventskalender gefreut. Und wenn der Stress nicht allzu präsent war, dann klappte es auch noch rechtzeitig mit dem Kekse backen 😉

Doch Jahr für Jahr viel es mir aus persönlichen Gründen immer schwerer, mich auf Weihnachten zu freuen und es grauste mir eher vor den Tagen der Besinnlichkeit. Es lag an meinen Umständen, die sich geändert hatten: Trennung vom Partner, das erste Fest ohne meinen Vater, Probleme mit den Kindern, eine kranke Mutter, die uns nicht mehr am 1. Weihnachtstag mit Braten und Rotkohl empfangen konnte. Stattdessen stand ein Besuch im Pflegeheim an und dort saßen wir dann zwischen lauter fremden Menschen und in Räumlichkeiten, die ihr und uns nicht vertraut waren.

Traditionen von jetzt auf gleich unterbrochen. Schwermut statt Leichtigkeit. Kein Vater mehr da, der sich um das zerrissene Geschenkpapier kümmerte und fleißig hinter uns allen her räumte. Kein bunter Teller, um den sich immer meine Mutter gekümmert und fleißig eingekauft hatte. All die Naschereien, die keiner sonst von uns in den Einkaufswagen gepackt hätte, wir Kinder und Enkel aber trotzdem aßen.

Eben nicht mehr alle zusammen, sondern getrennt und zerstreut. Mittendrin mein kleiner Sohn, der mit seinen jungen Jahren kein „Oh du Fröhliche“ unterm Christbaum glückselig verbringen konnte, sondern mit Trauer und aufgesetzter „wir machen mal gute Stimmung Mine“ konfrontiert wurde.

Ja, das ist das Leben, welches nun mal seinen Gang geht. Geliebte Menschen verlassen uns durch Tod oder Trennung jeglicher Art. Ein Fest des Friedens, der Liebe, fällt in einen Gedankentümpel, auf dass die besinnlichen Tage doch bitte schnell vorübergehen mögen.

Zeit und Gesundheit ist das Kostbarste was wir haben. Liebe das größte Geschenk welches wir erhalten und weitergeben können. Alles Dinge, die kein Geld kosten aber zugleich das Teuerste sind, was es gibt auf der Welt. Doch wir Menschen neigen dazu, all diese Kostbarkeiten nicht genügend zu würdigen, nicht zu nutzen, negativ verschwenderisch damit umzugehen, immer weniger Bewusstsein haben.

So verhält es sich auch mit den materiellen Geschenken: Da wird gerannt, gemacht und getan. Gestresste Gedanken, rasante Suche nach dem optimalen Geschenk, welches seinen Platz unter dem Gabentisch findet, nur, damit es zwischen den Weihnachtstagen und Silvester wieder getauscht werden kann, weil es doch nicht das Richtige ist.

Liebe und Zeit jedoch, das ist nicht umtauschbar.

Ok, Liebe kann mitunter dem Tauschhandel zum Opfer fallen, weil ein Wechselspiel der Partnerschaften stattfindet, aber was die Familie angeht, da bleibt sie immer bestehen – so hoffe ich.

Die Generation meiner Eltern; für sie war Weihnachten noch etwas Besonderes. Man freute sich über Süßigkeiten, einen reich gedeckten Tisch, der nicht aller Tage möglich war.

Wie habe ich die Geschichte geliebt, wenn mein Vater erzählte, dass er als Kind jedes Jahr aufs Neue seine Ritterburg unterm Christbaum vorfand, stetig in einem frisch lackierten Anstrich. Etwas Altes neu instand gesetzt. Die Freude war dennoch groß.

Heute liegt ein IPhone unterm künstlichen Baum und nach dem Auspacken reicht die Zeit gerade noch dafür, Whatsapp einzurichten und das war es dann mit der gemütlichen Gemeinsamkeit.

Meine Eltern neigten auch immer dazu, uns Kindern große und teure Geschenke zu machen, als wir noch jünger waren. Ein Fernseher, ein Fahrrad, eine teure Lederjacke. Doch das schönste Geschenk, welches ich jemals zu Weihnachten von ihnen bekam, war ein Poster von John Travolta. Man, habe ich mich bannig darüber gefreut. Nicht nur deshalb, weil ich damals ein großer Fan war, sondern viel mehr berührte es mich, dass meine Mutter (denn eigentlich war immer nur sie für die Geschenke zuständig) sich wirklich Gedanken gemacht hatte, was mir persönlich gefallen könnte. Und sie traf damit voll ins Schwarze.

Es ist einfach, teure technische Dinge zu verschenken. Damit ist alles abgedeckt und jegliches „Kleingedöns“ nicht mehr von Nöten, weil das ganze verfügbare Geld ja in dem teurem Großen steckt. Ein einzelner „Abwasch“ sozusagen. Mir lag das aber nie so,  und ob wir zuvor gefragt wurden,  ob wir uns einen Fernseher oder Fahrrad wünschen würden, das erinnere ich nicht mehr.

Nun aber dieses Poster, für vielleicht 10 Mark oder sogar noch günstiger. Für mich aber in einem Wert, mit mindestens noch zwei Nullen hintendran. Ganz einfach deshalb, weil es mir zeigte, dass meine Mutter mich „sah“ in meinen aktuellen Interessen. In etwas, was mir am Herzen lag. Der Gedanke, die Geste war mir schon immer wichtiger als das tatsächliche Geschenk.

Meine Kinder habe ich immer damit genötigt, dass ich mir etwas Selbstgebasteltes von ihnen gewünscht habe. So lange, bis sie schließlich genervt gesagt haben: „Mama, wir haben dir jetzt alles geschenkt, was man nur basteln kann.“ 🙂 Ich habe alles von ihnen aufgehoben, wenn ich Chaot auch nicht immer weiß, wo ich es im Laufe der Zeit in die Aufbewahrung gegeben habe. Aber noch heute würde ich niemals auf die Idee kommen, etwas davon wegzuschmeißen, weil es mir immer noch lieb und teuer ist.

Dieses Jahr möchte ich gerne Zeit und Bewusstsein verschenken. Ein Ohr zum Zuhören und noch mehr Herzlichkeit, die auch ich nicht immer so gezeigt habe, wie ich es gerne gewollt hätte. Und ich möchte Worte weitergeben, die meine Lieben vielleicht zu selten bis gar nicht zu hören bekommen haben. Worte der Liebe und Dankbarkeit, dass es sie in meinem Leben gibt. Dass sie alle mein Leben um ein vielfaches reicher machen. Und dasselbe würde ich mir von ihnen wünschen. Ich brauche keine teuren Wertgegenstände für mein Glück. Vielmehr freue ich mich über Gedanken, die mit mir ausgetauscht werden oder mich einschließen. Ich möchte im Herzen getragen werden und brauche nichts, was ich auf dem Herzen trage.

Bei all den schwermütigen Gedanken in mir, glaube ich dennoch, dass meine Familie und ich gut dran sind, denn es gibt garantiert Menschen, denen wirklich ganz arg vor dem schönsten Fest des Jahres graut. Sie am liebsten die Tage verschlafen möchten, nur um den Schmerz der Einsamkeit nicht zu spüren, weil da gar niemand ist, der Zeit mit ihnen verbringt oder auch nur einen einzigen Gedanken an sie verschwendet.

Ihnen gehört mein Mitgefühl und es macht mich noch demütiger und ich bin dankbar, für das was ich habe.

Auch wenn meine Familie und ich durchgeknallt sind, nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, besinnliche Stunden unterm geschmückten Tannenbaum bei anderen bestimmt anders aussehen, dennoch habe ich sie – meine Familie. Und Freunde, die sich für mich auch familiär anfühlen. Damit bin ich gesegnet und jetzt, am Ende meines Textes angelangt, freue ich mich nun doch ein wenig auf Weihnachten und ich werde wie jedes Jahr versuchen, das Allerbeste draus zu machen. Das wünsche ich euch allen auch von Herzen.

In diesem Sinne: Auf eine schöne Adventszeit

Lass dich nicht beschränken!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neulich shoppte ich in einem Klamottenladen eines schwedischen Unternehmens. Während ich in der Schlange des Kassenbereiches stand und darauf wartete, dass ich an die Reihe komme – wer die besagte Ladenkette kennt weiß, dass das hin und wieder ganz schön lange dauern kann, bis man dran ist – beobachtete ich ein kleines Mädchen, ungefähr drei Jahre alt, wie sie ganz süß ihren kleinen Bruder, welcher in der Karre saß, bespaßte. Dieser lachte ganz vergnügt und die beiden waren herzallerliebst im Umgang miteinander  „Lass dich nicht beschränken!“ weiterlesen

Für Mama

Und jetzt sitzt du mir gegenüber und ich schau in dein Gesicht. Jenes, welches mir seit 53 Jahren so vertraut ist. Ich schau in deine Augen, deren Lider nicht mehr durch blauen Lidschatten verschönert  und von getuschten Wimpern umrahmt sind. Dabei habe ich dich all die Jahre so gesehen, denn auch wenn du die 80 schon lange hinter dir gelassen hast, so war es dir immer wichtig, dass du dein schönes Gesicht schminkst. Doch jetzt ist es dir unwichtig geworden. Aber etwas Lippenstift, den trägst du hin und wieder noch mal auf. Und auch deine langen Fingernägel sind stets lackiert. Neuerdings in Pink, weil eine deiner Enkeltöchter auch genau diese Farbe auf ihren Nägeln trägt. 🙂  „Für Mama“ weiterlesen

Wenn nichts mehr geht

Unsere Seele ist schon ein intelligentes Ding 😉 Und sie ist der Grund, warum der Mensch überhaupt lebt!

Wenn wir sie nicht achten und gut pflegen, wenn wir nicht auf ihre Signale hören, dann sucht sich die Seele schon ihren Weg, damit sie genügend Aufmerksamkeit bekommt. Dann wird sie halt „körperlich.“

Sie fängt an zu kratzen, beißt um sich, sticht, drückt. Kurz gesagt: Sie nervt uns bis zum Umfallen, indem sie uns fiese Schmerzen beschert bis hin zu ernsten Krankheiten. Oder eben wie bei mir, mit einer Phobie daher kommt.

Oh man, hatte sich meine Seele was tolles ausgedacht. Und nein, sie überlegte sich für mich keine bekannte, wie Beispielweise die berühmte Spinnen- oder Klaustrophobie. Ich bekam eine ganz besondere und zu dem noch sehr seltene Phobie geschenkt – die Phagophobie „Wenn nichts mehr geht“ weiterlesen

Steh zu deiner Verantwortung

Bevor ihr anfangt zu lesen muss ich euch warnen!

Im Verlauf des Beitrags werden euch um die 20x das Schimpfwörter ‚A….loch‘ um die Augen geklascht. Und ganz ehrlich: Das ist auch genauso von mir beabsichtigt!

Wem das zu viel ist, der braucht gar nicht erst weiterlesen. Für all die anderen sei gesagt, dass ich dieses Wort bewusst so plakativ benutzt habe, um zu verdeutlichen, was ein Mensch der sich wie ein Arsch benimmt bei uns anrichten und welche Spuren er mit seinem Verhalten bei uns hinterlässt.  „Steh zu deiner Verantwortung“ weiterlesen

Weibliche Lust ab 40: sexy, wild und sinnlich! Oder etwa nicht?

 

Dieses spannende Thema greift Gela Löhr auf ihrer Seite lemondays.de im Rahmen einer wirklich sehr sinnlichen Blogparade auf und ich freue mich sehr, mit dabei sein zu dürfen.

Den ganzen November über -30 Tage lang- werden mutige Frauen über die weibliche Lust mit all ihren Facetten jenseits der 40 berichten. Gestern legte Anandi Iris Mittnacht  schon einen fulminanten Start hin, indem sie auf ihrer Seite wache-weiblichkeit.de einen tollen Artikel über die weibliche Energie und die eigenverantwortliche Lust veröffentlicht hat. Sehr spannend und lesenswert! 

Also Mädels: Let’s talk about Sex

Ich mag das Wort „Sinnlichkeit“!

Aber mich wirklich sinnlich fühlen, das tue ich mich erst, seitdem ich die Zahl vier vor Zahl Null stehen hatte. Inzwischen bin ich sogar schon über 50, aber immer noch jung genug um bereit zu sein, jederzeit unentdecktes Neuland zu betreten, was meine eigene Sexualität angeht.

Sex fand ich schon immer gut, aber irgendwie auch nur so Okay. Doch heute ist das zum Glück anders. Ich weiß nun um meine Bedürfnisse und wie ich diese ausleben möchte.  „Weibliche Lust ab 40: sexy, wild und sinnlich! Oder etwa nicht?“ weiterlesen

Schubladendenken

Warum neigen wir Menschen eigentlich dazu, dass wir so oft den Drang verspüren, andere Personen oder Personengruppen in die berühmte „Schublade“ packen zu wollen?

Meine Antwort und Haltung dazu ist, dass wir es aus Angst und Bequemlichkeit machen.

Mehr oder weniger halten wir uns ja alle gerne in der eigenen „Komfortzone“ auf und tun uns schwer damit, auch nur einen Schritt dort raus zu wagen. Zufrieden sind wir eigentlich nicht wirklich, aber verändern tut mitunter weh, weil es bedeuten könnte:  „Schubladendenken“ weiterlesen

Die Sache mit dem Sauerstoff

Vor ein paar Jahren stellte mir mal eine sehr kluge Frau folgende Frage:

„Nicole, wenn du dich gemeinsam mit deinen Kindern im Flugzeug befindest und auf einmal gerät dieses durch einen Druckabfall in Not, die Sauerstoffmasken klappen herunter. Was tust du als erstes?“

Ohne lange zu zögern lautete meine Antwort, dass ich unmittelbar und direkt meinen Kindern dabei behilflich sein würde, ihnen ihre Masken aufzusetzen, damit sie sicher versorgt sind.

„Falsch“ unterbrach mich die kluge Frau und meinte, dass das genau die verkehrte Art sei zu reagieren. Ich guckte sie an und dachte…“Spinnt die jetzt total“  „Die Sache mit dem Sauerstoff“ weiterlesen

Was hat der Paketbote mit Resonanz und Erwartungshaltung zu tun?

Ich hatte mir neulich über ein Portal ein Buch bestellt. Fix von mir bezahlt, erhielt  ich im Anschluss gleich eine Email der Verkäuferin, dass sich das Buch schon morgen auf den Weg zu mir machen würde – ich war begeistert!

In freudiger Erwartung sehnte ich nun den DHL-Boten herbei, der mir meine Sendung mit dem Buch ins Haus bringen würde.

Und tatsächlich klingelte fast jeden Tag ein dementsprechender blau-gelber Bote bei mir an der Tür. Doch immer war die Enttäuschung danach bei mir riesengroß, weil jedes Mal nur Päckchen für die Nachbarn bei mir abgeliefert wurden und ich leer ausging.  „Was hat der Paketbote mit Resonanz und Erwartungshaltung zu tun?“ weiterlesen