Die Liebe

…..oder warum machen wir Menschen nur so etwas Kompliziertes daraus.

Die Liebe an sich ist leicht, schön, freudvoll, beflügelnd und einfach nur fantastisch. Die Liebe ist eine Emotion, welche einfach nur gelebt werden möchte mit dem Herzen. Doch dann kommt der Kopf  dem Gefühl in die Quere und vernichtet diese wundervolle seelische Regung in uns.

Ich behaupte einfach mal, dass die Liebe die schönste Erfindung ist, die es gibt auf der Welt und ich empfinde es so, dass der Mensch nicht dafür gemacht ist, alleine durchs Leben zu gehen. 

Doch leider kenne ich mehr Singles als Paare. Mehr Einzelgänger als Teamplayer. Und das zieht sich bereits durch viele Altersstufen, also nicht nur Mann und Frau Ü40 sind davon betroffen, von dieser panischen Angst zu Lieben, nein, bereits die Mittzwanziger unter uns sind erkrankt an dem Virus „Beziehungsunfähig“.

Dabei schrieb schon Johann Wolfgang von Goethe:

„Welch eine himmlische Empfindung ist es, seinem Herzen zu folgen“

und er setzte gleich noch einen Spruch oben drauf:

„Glücklich allein ist die Seele, die liebt“

Aber woraus resultiert diese Panik sich zu verlieben, seinem Herzen zu folgen und somit seiner Seele kein Glück zukommen lassen zu wollen?

Klar, die meisten würden jetzt antworten: „weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe und verletzt wurde.“ Natürlich, so ein fetter Liebeskummer ist richtig vor ’n Arsch und braucht ein jeder eigentlich so wenig, wie eine Pestbeule am Hintern.

Herzschmerz tut weh. Tut richtig scheiße weh, das weiß ich auch aus eigener Erfahrung. Aber verletzt man sich nicht viel mehr und nachhaltiger, wenn man zukünftig den Kopf in den Sand steckt und sagt: „Liebe, nein danke“ ?

Wenn wir uns mal zurückdenken – auch wenn wir uns nicht mehr daran erinnern können – an die Zeit, als wir als Kinder Laufen lernen sollten….wie oft werden wir da hingefallen sein? So richtig schmerzhaft auf die Schnauze gepackt, den Kopf angeschlagen, die Knie aufgeschürft?

Hätten wir da bereits beim ersten oder zweiten Mal aufgegeben, wir würden alle nur krabbelnd von A nach B kommen oder aber einfach bis ans Lebensende in unserem Nest sitzen bleiben, weil; wir könnten ja nicht laufen.

Gehört zur Liebe Mut? Eigentlich würde ich gerne sagen: Nein, was für ein Blödsinn. Doch leider zeigt mir die Realität, dass anscheinend heutzutage doch Mut erforderlich ist, sich dem Abenteuer Liebe zu verschreiben. Und ich finde, es ist durchaus ein Abenteuer, denn Liebe ist so spannend, aufregend, erregend, genussvoll und sogar heilend. Liebe ist eine Entdeckungsreise. Man entdeckt nicht nur den Partner sondern auch sich selbst.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Ein oder Andere unter euch jetzt denkt oder sagt:

„Ja, aber…!“

Ein „Aber“ kann es immer geben. Aber ein „Aber“ kann man sich auch gedanklich selber fabrizieren und sich somit auf Ewig und drei Tage der Liebe verweigern.

ABER….wie würde es sich wohl anfühlen,  wenn du am Ende deines Lebens, oder nach ein paar Jahren des „Solotanzes eines Singles“, die Einsicht kommt:

aber hätte ich doch bloß“

Hätte ich doch bloß mal gewagt, mutig zu sein!

Es ist zwar nie zu spät, aber vielleicht ist dir zwischenzeitlich ein Mensch durch die Lappen gegangen, wo das schöne Zitat von Erich Fried passen würde:

„Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt“

Ich wünsche allen einen „irgendjemand“, mit dem die Welt und das Leben noch schöner wird. Aber zuvor wünsche ich Dir noch Mut und ein offenes Herz für die Liebe.

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